Ein großer Erfolg für die Freiburger Erinnerungs- und Geschichtsarbeit: Die Freiburger Sinti/Roma Geschichtswerkstatt, getragen vom Roma Büro e. V. Freiburg und dem Sinti Verein Freiburg e. V., erhält nach einem dreistufigen europaweiten Auswahlverfahren eine Förderung durch die Europäische Union.
Die Förderung erfolgt im Rahmen des europäischen Programms ROVA – Roma Civil Society Organisations Promoting EU Values. Unter hunderten Bewerbungen aus Europa gehört das Projekt zu den zehn ausgewählten und geförderten Projekten. Neben Projekten aus Finnland, Litauen, der Ukraine, Kroatien, Slowenien, Italien und Portugal ist das Freiburger Projekt das einzige aus Deutschland.
Kooperationspartner sind das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus der Museen Freiburg und das Nachbarschaftswerk Freiburg e. V. (NBW).
Die Auswahl ist für die Beteiligten eine besondere Anerkennung ihrer langjährigen Geschichts- und Erinnerungsarbeit zur Geschichte der Minderheiten im Dreiländereck. Im Mittelpunkt des Projekts steht die regionale Geschichte der Sinti und Roma während des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit. Durch Großfamilien-Interviews sollen Erinnerungen, Erfahrungen und bislang nicht dokumentierte Familiengeschichten gesichert und aus der Community-Perspektive – Überleben, Widerstand und Selbstbehauptung – aufgearbeitet und dargestellt werden. Die Ergebnisse werden in drei Formaten veröffentlicht: als Broschüre, als digitale Ausstellung und als Audio-Rundgang durch das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg.
Das Projekt wird am 13. Oktober 2026 um 19:30 Uhr in Anwesenheit von Bürgermeister Roland Meder im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg (DZNS), Rotteckring 14, öffentlich vorgestellt.
Eintritt frei – ein kostenloses Ticket ist erforderlich, erhältlich im Online-Shop der Museen Freiburg unter museen-freiburg.de/shop oder an der Museumskasse. Die Teilnahmezahl ist begrenzt.
Foto: Dokumentationszentrum Nationalsozialismus