Das neue Konzept der schwerpunktmäßigen Ausrichtung auf Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern - „Lernen im Quartier“ - hat sich nach einer Phase der Konzeptfortschreibung im Sommer 2006 aus der Sozialpädagogischen Fachgruppe heraus entwickelt.
Vorangegangen war ein intensiver mehrmonatiger sozialpolitisch-fachdiskursiver Prozess, unter breiter Einbeziehung und Beteiligung gemeinderätlicher Mitglieder des Sozial-, Migrations- und Schulausschusses, und mit einem abschließenden Fachgespräch im Haus Weingarten.
Im Mai 2006 wurde dann vom Kinder- und Jugendhilfeausschuss die vorliegende und ergänzte Konzeptweiterentwicklung mit großer Übereinstimmung befürwortet und gewürdigt. Der damit verbundene Sperrvermerk auf 25.000,- € aus dem Haushalt 2004/05 wurde aufgehoben. Damit war der Startschuss für die Konzeptumsetzung gegeben.
Förderung von Bildungsprozessen und Absicherung von Bildungswegen
Den Hauptschwerpunkt in der Konzeptionsfortschreibung legt das Nachbarschaftswerk nun auf die außerschulische Förderung von Bildungsprozessen, auf die Verbesserung von Bildungschancen und die Absicherung von Bildungswegen von Kindern und –Jugendlichen, vorwiegend aus der Sintisiedlung und dem Lindenwäldle.
Dazu wird eng mit Schulen kooperiert. Die Elternbildung und die Stärkung der Erziehungskompetenz sind dabei maßgebliche und wichtige Aufgabenfelder des Konzeptes.
Aufklärungsarbeit zur besonderen Situation der ethnischen Minderheit in Freiburg, vor allem im schulischen Kontext, ist eine begleitende Aufgabe, die in diesem Zusammenhang ebenfalls geleistet wird.
Als wichtiges und übergeordnetes Prinzip des Konzeptes „Lernen im Quartier“ wird die Prämisse vorangestellt, „Betroffene zu Beteiligten zu machen“, d.h., Eltern, Kinder und Jugendliche weitestgehend einzubeziehen und zu beteiligen.
Innerhalb der neuen Schwerpunktlegung und Ausrichtung wurden vier Haupt-Aufgabenfelder als zielführend in den Blick genommen: