Das Programm "Soziale Stadt" wurde 1999 begonnen, um der zunehmenden sozialen und räumlichen Spaltung in den Städten entgegenzuwirken. Durch das Programm werden gegenwärtig in mehr als 390 Programmgebieten in rund 260 deutschen Städten und Gemeinden neue Herangehensweisen in der Stadtteilentwicklung gefördert.
Ziele des Programms sind
Die bisherige Umsetzung des Programms zeigt, dass ein richtiger Weg eingeschlagen worden ist, mit dem sowohl leistungsfähige organisatorische Strukturen der Stadtteilentwicklung aufgebaut und Integrierte Handlungskonzepte erarbeitet als auch impulsgebende Maßnahmen und Projekte realisiert werden können.
Der "Leitfaden zur Ausgestaltung der Gemeinschaftsinitiative 'Soziale Stadt'", die jährlich abzuschließenden Verwaltungsvereinbarungen zwischen Bund und Ländern, sowie Richtlinien und vielfältige Veröffentlichungen der Bundesländer geben weiterführende Informationen zur Programmumsetzung, die interessierten und beteiligten Personen als Arbeitshilfe dienen können.
Das breite Spektrum der Probleme, aber auch der Potenziale, auf Basis derer die Programmgebiete der Sozialen Stadt ausgewählt und abgegrenzt worden sind, spiegelt sich in den Handlungsfeldern von vielfältigen Maßnahmen und Projekten, die zur Lösung der Probleme und Erschließung der Potenziale eingesetzt werden.
Maßnahmen und Projekte lassen sich einem Katalog von 13 inhaltlichen Handlungsfeldern zuordnen:
Ihre Planung und Realisierung werden durch die eher instrumentell-strategischen Handlungsfelder gestützt:
Der integrative Ansatz des Programms Soziale Stadt spiegelt sich darin, dass Maßnahmen und Projekte aus allen Politikbereichen realisiert werden und häufig mehrere Politikbereiche zugleich abdecken. Die Realisierung von Maßnahmen und Projekten in den inhaltlichen Handlungsfeldern der Sozialen Stadt erfordert den Aufbau eines leistungsfähigen Koordinierungs-, Kooperations- und Partizipationsmanagements, das in den instrumentell-strategischen Handlungsfeldern angelegt ist.
Bei der Realisierung von Maßnahmen und Projekten in allen Handlungsfeldern geht es auch darum, die unterschiedlichen Lebensrealitäten und Interessen von Frauen und Männern zu berücksichtigen (Gender Mainstreaming).
Die Umsetzung des komplexen und anspruchsvollen Programms Soziale Stadt ist mit einem hohen Bedarf an Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer, Kooperation und Öffentlichkeitsarbeit verbunden. Deshalb beauftragte das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) mit der Programmbegleitung für die erste Umsetzungsphase (Herbst 1999 bis Herbst 2003). Mit der im Dezember 2003 eingerichteten "Bundestransferstelle Soziale Stadt" wird nun der bundesweite Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen allen an der Programmumsetzung Beteiligten und Engagierten weiter gesichert und ausgebaut.
Entnommen aus: Soziale Stadt © 2000-2006 Deutsches Institut für Urbanistik. Im Auftrag des BMVBS vertreten durch das BBR. Zuletzt geändert am 16.08.2006 www.sozialestadt.de
Soziale Stadt Alt-Haslach